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Nein zur Rückerstattung von Dauer- & Tageskarten

Seitdem uns die Situation rund um das Coronavirus in Magdeburg viel mehr und intensiver beschäftigt, als wir uns das alle jemals hätten träumen lassen, ist sowohl in der Gesellschaft als auch im Fußball einiges passiert. Der Fußball hätte nachhaltig verändert werden können, doch außer bloßer Lippenbekenntnisse aus der Beletage des deutschen Fußballs ist von dieser einmaligen Möglichkeit leider nicht viel übrig geblieben. Während sich viele Fußballfans gegen ein „weiter so“ positionierten, werden anderswo bereits wieder wahnwitzige Millionenbeträge für Spielertransfers verhandelt und diskutiert. Wie befürchtet, ist nun auch der Spielbetrieb in der 3. Liga wieder aufgenommen worden. Unserem Club droht ein beachtliches Minus und somit ein dramatischer Finanzverlust. Das Ergebnis des soliden und nachhaltigen Wirtschaftens der vergangenen Jahre ist ernsthaft bedroht. Ihr habt das Ganze sicherlich in den Medien verfolgt. In den kommenden Tagen wird der 1. FC Magdeburg über die Modalitäten zur Rückerstattung für erworbene Dauer- und Tageskarten informieren. Viele Clubfans werden auf die Gelder aus den Rückerstattungen angewiesen sein, weil auch an ihnen die Krise nicht spurlos vorüber geht oder das Geld einfach sowieso nicht ganz so locker sitzt. Jeder hat dafür Verständnis! Wir wollen mit diesem Aufruf aber dennoch an all jene Clubfans appellieren, die aufgrund geringerer finanzieller Zwänge nicht auf die Rückerstattung für Tages- oder Dauerkarten angewiesen sind. Bitte überlegt im Sinne des 1. FC Magdeburg, auf die Rückerstattungsmöglichkeiten zu verzichten. Helft auf diesem Weg mit, die finanziellen Auswirkungen der Krise für unseren Club so gering wie möglich ausfallen zu lassen. Der 1. FC Magdeburg hat aus seinen Fehlern der Vergangenheit gelernt, wirtschaftet solide und nachhaltig. Gemeinsam können wir dem 1. FC Magdeburg helfen, diesen Weg weiter zu gehen. Nochmals danken wir Euch auch mit Blick auf die Rotterdam-Aktion für das große Verständnis und euer Engagement. Die finale Abrechnung erfolgt Anfang Juli nach Saisonabschluss. Hierüber werden wir Euch natürlich informieren. Es war eine großartige Aktion für unseren Verein.

Block U & FanRat e.V. 1. FC Magdeburg

Offener Brief des 1. FC Magdeburg

Sehr geehrter Herr Dr. Koch,

im Anschluss an die gestrige Konferenz mit den Regional- und Landesverbandspräsidenten werden Sie in der vom DFB veröffentlichten Pressemeldung unter anderem wie folgt zitiert: „Ein Teil der Vereine der 3. Liga spielt seit Wochen ein für den Fußball in Deutschland unwürdiges Schauspiel, bei dem die Landes- und Regionalverbände, die den DFB gemeinsam mit der DFL bilden, nur Zuschauer sind. Dies ist unerträglich und nicht länger hinzunehmen. All jene, die vehement den Saisonabbruch fordern, müssen endlich Antworten liefern, was ihre konkreten Alternativen sind und ob sie bereit sind, die Verantwortung für die gravierenden wirtschaftlichen und strukturellen Folgen zu übernehmen [...].“ Für uns, den 1. FC Magdeburg, überschreiten Sie damit die Grenze eines demokratischen und gesellschaftlichen Miteinanders.

Mit Ihren Aussagen stellen Sie, unter anderem den 1. FC Magdeburg, neben vielen anderen Vereinen öffentlich in eine Ecke, in die wir nachweislich nicht gehören. In Kenntnis der Tatsache, dass die geltende behördliche Verfügung in Sachsen-Anhalt wie auch in anderen Bundesländern bis einschließlich zum 27.05.2020 keinen Wettkampfbetrieb ermöglicht, stellen Sie uns als Schauspieler dar. Weiterhin sprechen Sie uns dabei die Rolle zu, hier seit Wochen ein unwürdiges Schauspiel zu Lasten des deutschen Fußballs zu betreiben. Vereine, welche sich an geltende Gesetze und Verfügungen unseres Landes halten und diese im Sinne der Gesundheit Ihrer zahlreichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vorschriftsmäßig umsetzen, als problemorientiert Denkende oder für Probleme sorgende Vereine darzustellen, sorgt für großes Unverständnis und lässt uns fassungslos zurück.

Es ist festzuhalten, sehr geehrter Herr Dr. Koch, dass es grundsätzlich in der Verantwortung des DFB selbst liegt, entsprechende Lösungen für einen potentiellen krisenbedingten Abbruch der Saison transparent aufzuzeigen. Bis auf eine zwingende Aussetzung der Spiele, um Regressansprüche des Verbandes zu vermeiden, wurden bisher keine anderweitigen Lösungswege vom DFB Präsidium selbst aufgezeigt und ernsthaft diskutiert. Der Verband, als verantwortlicher Träger der 3. Liga, sollte auf das Szenario Saisonabbruch ohnehin vorbereitet sein. Wenn aufgrund plötzlicher Neuinfektionen nach Wiederaufnahme des Spielbetriebs ein Abbruch der Saison droht, muss bereits jetzt feststehen, wie dann zu verfahren ist. Oder ist die Fortsetzung der Meisterschaftsspiele für Sie tatsächlich alternativlos? Für diesen Fall müssten Sie sich allerdings fragen, warum in anderen Fußballligen und Sportarten ohne größeres Aufsehen ein Saisonabbruch möglich war und dort bereits jetzt eine neue Saison geplant und vorbereitet werden kann?

Dass der DFB bereits den Re-Starttermin für die 3. Liga für den 26.05.2020 öffentlich publiziert hat, ist eine weitere Bestätigung des unverantwortlichen Handelns gegenüber seinen Vereinen. Wohlwissend, dass die aktuelle behördliche Verfügungslage für Sachsen-Anhalt mit zwei teilnehmenden Drittligisten sowohl ein Mannschaftstraining als auch den Wettkampfbetrieb bis zum 27.05.2020 untersagt, wurde in der DFB Präsidiumssitzung vom 11.05.2020 ein entsprechender Rahmenterminkalender beschlossen. Offensichtlich scheint man sich demnach sehr sicher zu sein, dass man die verantwortlichen Politiker der jeweiligen Bundesländer bis dahin umgestimmt hat. Dieses Handeln widerspricht jeglicher gesellschaftspolitischer Vorbildwirkung und wird der Verantwortung des größten Fußballverbands der Welt nicht gerecht.

Den Vereinen wurde am 13.05.2020 vom Verband mitgeteilt, dass man das medizinische Konzept nun in die geltenden Durchführungsbestimmungen aufgenommen hat und somit bei Nichtumsetzung nun sportrechtliche Konsequenzen den jeweiligen Vereinen drohen. Obwohl Kenntnis darüber besteht, dass viele Vereine in der 3. Liga das umfangreiche Konzept aufgrund weitaus geringerer struktureller und personeller Voraussetzungen gegenüber den DFL-Vereinen zeitnah kaum umsetzen können, werden mittels oberflächlicher öffentlicher Darstellungen jene Vereine stigmatisiert, welche an den Problemen arbeiten.

Wir, der 1. FC Magdeburg, haben am 16.03.2020 der Aussetzung der Saison 2019/2020 bis zum 30.04.2020 zugestimmt unter der Annahme, dass wir danach mit dreiwöchiger Vorbereitungszeit in Form von Mannschaftstraining den Spielbetrieb wiederaufnehmen werden, unabhängig unseres Tabellenstands. Allerdings war aufgrund der pandemischen Entwicklung bereits Mitte April absehbar, dass eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs ohne Einhaltung gleicher Wettbewerbsregularien und ohne weitere erheblichen finanziellen Mehraufwendungen bis zum 30.06.2020 nicht möglich ist. Entsprechend haben wir uns mit unserer Auffassung zum weiteren Saisonverlauf gemeinsam mit sieben weiteren Vereinen am 17.04.2020 positioniert.

Wir erwarten von unserem Verband, dass der Ethik-Kodex des DFB auch gelebt wird. Mit Fair-Play, Integrität, Respekt, Vielfalt und Solidarität sollen die Grundlagen des Fußballs gestärkt werden. Gerade jetzt in der Ausnahmesituation der Corona-Krise dürfen wir vom DFB Respekt und Fair-Play erwarten. Die Inhalte des Ethik-Kodex sind wichtige Grundvoraussetzungen für ein gemeinnütziges Handeln, zu dem sich alle Fußballverbände satzungsmäßig verpflichtet haben.


Mit sportlichen Grüßen

Aufsichtsrat 1. FC Magdeburg,
Präsidium 1. FC Magdeburg e.V.,
Geschäftsführer 1. FC Magdeburg

8. Mai 1974

Europapokal der Pokalsieger 1974:

8. Mai 1974 im Stadion De Kuip in Rotterdam

 

1. FC Magdeburg – AC Mailand 2:0 (1:0)

 

1. FC Magdeburg:

Ulrich Schulze, Manfred Zapf, Detlef Enge, Wolfgang Seguin,

Wolfgang Abraham, Jürgen Pommerenke, Helmut Gaube, Axel Tyll,

Detlef Raugust, Jürgen Sparwasser, Martin Hoffmann

Trainer: Heinz Krügel

 

Tore: 1:0 Enrico Lanzi (41., Eigentor), 2:0 Wolfgang Seguin (74.)

Schiedsrichter: van Gemert (Niederlande)

Zuschauer: 4.641

Erneut Landtagsabgeordnete als Beobachterin beim Heimspiel

Bei dem kommenden Heimspiel des 1. FC Magdeburg gegen den 1. FC Union Berlin wird erneut eine Abgeordnete aus dem Landtag Sachsen-Anhalt, Eva von Angern, die Einlasssituation rund um das Stadion beobachten. Dabei geht es um eine neutrale Sicht auf die Arbeit der Polizei sowie der Sicherheitskräfte mit den Fans.

Diese Maßnahme ist notwendig geworden, nachdem zahlreiche Fans aus unterschiedlichen Städten den Umgang mit Gästefans im Magdeburger Stadion sowie die Einsatztaktik der örtlichen Polizeikräfte kritisierten. Die Fanhilfe Magdeburg steht im ständigen Austausch mit den Fans, die als Gäste nach Magdeburg kommen und setzt sich deshalb stellvertretend und solidarisch für die Belange dieser Fans ein. Hintergrund ist, dass viele Fans aus Magdeburg ähnliche Probleme mit der Polizei und dem Ordnungsdienst von ihren eigenen Auswärtsfahrten kennen.

Hier geht es zum kompletten Artikel der Fanhilfe Magdeburg

 

Bundesweiter Protestspieltag gegen Montagsspiele

Am kommenden Spieltag wird weiter gegen die Zerstückelung der Spieltage im deutschen Fussball Flagge gezeigt. Insbesonders der Montagsspieltag steht im Zeichen des Protests.

Block U ruft auf...

"Wir rufen alle Clubfans auf der Nordtribüne dazu auf, die Tribüne bis zehn Minuten nach Spielbeginn nicht zu betreten. Zur zehnten Spielminute wollen wir dann alle gemeinsam das Stadion betreten und mit selbst mitgebrachten Protest-Transparenten, Protest-Fahnen und Protest-Doppelhaltern zum Thema Montagsspiele (und allem, was da dazu gehört) den Protest eben wortwörtlich ins Stadion tragen. So wollen wir ein möglichst effektives Bild und auch öffentlichkeitswirksamen Gegensatz erzeugen, wie Fußball einmal komplett ohne Fans und einmal mit einer lautstarken, aber auch kritischen Fanszene aussieht."

Hier gehts zum kompletten Aufruf der aktiven Fanszene