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Protokoll Fanausschuss 18.01.2022

Protokoll der Sitzung des Fanausschusses des 1.FC Magdeburg
am 18.01.2022 im Fanprojekt Magdeburg

Anwesende: 

Vertreter des Vereins 1. FC Magdeburg und dessen Spielbetriebsgesellschaft (im Weiteren zusammen Verein genannt), dem Fanprojekt, der Fanhilfe Magdeburg e.V., von Block U und vom FanRat e.V.

Tagesordnung:

1. Begrüßung
2. Auswertung Protokoll Fanausschuss vom 21.07.2021 
3. Eintrittskartenpreise Saison 2022/23
4. Positionierung des Vereins zu Montagsspielen
5. Vorbereitung Jubiläum 50 Jahre Gewinn des Europapokals
6. Vorbereitung Jubiläum 50 Jahre Erringung des ersten Meistertitels
7. Sonstiges

1. Begrüßung

Ein Vertreter des FanRat e.V. begrüßte alle Anwesenden und bedankte sich für ihr Erscheinen.

2. Auswertung Protokoll Fanausschuss vom 21.07.2021

Konzept: „Zuschauerregelung zur neuen Saison unter den aktuellen Bedingungen“

Das Konzept wurde im Wesentlichen wie vorgestellt umgesetzt. Die Fanvertreter äußerten keine Kritik am Umgang des Vereins hinsichtlich der Umsetzung. Die Fanvertreter wiesen in dem Zusammenhang noch einmal darauf hin, dass alle Einschränkungen zur Bekämpfung der Pandemie nur temporär sein dürfen und zum nächstmöglichen Zeitpunkt vollständig aufgehoben werden müssen.

3. Eintrittskartenpreise Saison 2022/23

Der Verein sieht zur neuen Saison eine Preisanpassung (Erhöhung) für die Eintrittskarten vor. Die neuen Preise bilden die Basis für das Lizensierungsverfahren und müssen daher demnächst festgelegt werden.

Der Verein begründet die Notwendigkeit der Preisanpassung mit der wirtschaftlichen Lage. Neben den aus der anhaltenden pandemischen Situation resultierenden Problemen belasten den Verein der allgemeine Preisanstieg (Inflation bei Verbraucherpreisen und Energie) und die stark gestiegenen Ausgaben für externe Dienstleistungen (Security, Catering). Bei der zu erwartenden Erhöhung des Mindestlohns wird es hier sicher auch eine weitere Kostensteigerung geben.

Die letzte Preisanpassung in der 3. Liga erfolgte zur Saison 2016/17. Nach Umbau des Heinz-Krügel-Stadions wurden die Preise in den Blöcken 1-7 einheitlich bepreist, wobei sich dabei am Niveau der günstigsten Kategorie orientiert wurde. Das Angebot an Stehplätzen hat sich erhöht. In Summe daraus ist der durchschnittliche Erlös je verkauftem Ticket gesunken.
Der Verein schätzt ein, dass er sowohl bei den Werbeeinnahmen als auch bei den Erlösen aus dem Ticketing in der 3. Liga ganz weit vorn rangiert. Trotzdem liegt der Etat für die Profimannschaft in der aktuellen Saison nur im Mittelfeld. Um sportlich mithalten zu können, musste für diese Saison daher sogar ein Minus einkalkuliert werden. Die Einnahmesituation muss also verbessert werden. Deshalb ist eine Erhöhung der Eintrittspreis aus Sicht des Vereins unumgänglich und, mit Blick auf die Eintrittspreise bei vergleichbaren Vereinen, auch vertretbar. Zur Verdeutlichung legte der Verein den Fanvertretern Marktvergleiche (Übersichten zu Tages- und Dauerkarten ausgesuchter Fußballvereine in der 2. und der 3. Liga sowie zu den Preisen der Handballer vom Sportclub Magdeburg) vor. Dabei wurden die Kategorien Steh-, günstigster und teuerster Sitzplatz verglichen. Konkrete Angaben zur Preisgestaltung wurden nicht gemacht, da diese noch nicht feststehen. 

Die Fanvertreter äußerten grundsätzlich Verständnis für das Anliegen des Vereins, mahnten aber an, dass eine Preissteigerung generell nur moderat ausfallen sollte, vor allem auch unter dem Gesichtspunkt der Einkommensverhältnisse in und um Magdeburg. Gerade bei den günstigsten Karten, den Stehplätzen, müsse dies der Fall sein, um weiterhin jedem den Besuch eines Fußballspiels zu ermöglichen. In den vom Verein vorgelegten Marktvergleich für die 3. Liga wird zudem deutlich, dass sich die Preise beim 1. FCM für diese Kategorie zwar im Durchschnitt der 3. Liga bewegen, aber bereits über denen der anderen angeführten Ostvereine liegen. Für die 2. Liga lagen, mit einer Ausnahme, die Preise in dieser Kategorie sogar schon in der Saison 2018/19 über denen der anderen ausgewiesenen Vereine für die aktuelle Saison 2021/22.

In der Langzeitplanung ist weiterhin zu berücksichtigen, dass die finanzielle Einstiegshürde so gering wie möglich gehalten werden sollte. Es ist dringend darauf zu achten, dass kontinuierlich junge Menschen den 1. FCM für sich entdecken, nicht von zu hohen Preisen abgeschreckt werden und damit eine Überalterung der Stadionbesucher (siehe SCM) eintritt. Daher regten die Fanvertreter an, stärkere Ermäßigungen einzuführen. Abgesehen von den Ermäßigungen für Kinder bis zu 14 Jahren (Schoßplatz bzw. Kahlenticket) und die für Mitglieder sind diese zurzeit mit 1,50 €/Ticket (unabhängig von der Ticketkategorie) ihrer Meinung nach zu gering. Der Verein wurde gebeten zu prüfen, ob hier, vor allem im Bereich der jeweils günstigsten Kategorie, nicht eine deutlichere Ermäßigung möglich ist. Dies mit dem Ziel, auch denen, die über kein oder nur ein geringes Einkommen verfügen, ebenfalls den Besuch von Spielen des 1. FCM zu ermöglichen. 

Weiterhin wurden noch verschiedene Punkte, wie die Gleichbehandlung von Personen mit Handicap in Abhängigkeit vom Grad der Behinderung oder eine mögliche Einführung von Patenschaften für Dauerkarten, besprochen. Hier gibt es jedoch viele Detailfragen zu klären, was nicht im Rahmen des Fanausschusses erfolgen kann.

4. Positionierung des Vereins zu Montagsspielen

Die TV- Rechte für die 3. Liga (ab der Saison 2023/24) werden demnächst neu ausgeschrieben. Ziel ist es, die Vermarktungserlöse aus den TV-Rechten zu erhöhen. Um die Attraktivität für die potentiellen Rechteerwerber zu erhöhen, werden Maßnahmen wie veränderte Anstoßzeiten (Abweichend zu den Ansetzungen der 1. Und 2. Liga) und die weitere Durchführung von Spielen an Montagen erwogen. Der DFB holt sich zurzeit hierzu von den Vereinen ein Meinungsbild ein.

Der 1. FC Magdeburg wird demnächst unter seinen Mitgliedern, Dauerkarteninhabern und Wirtschaftspartnern eine Umfrage starten. Auf der Basis der Ergebnisse dieser Umfrage wird dann ein Positionspapier erstellt, welches dem DFB zugesandt wird.

Die Fanvertreter erklärten sich mit dieser Verfahrensweise einverstanden, machten aber deutlich, dass Montagspiele grundsätzlich abgelehnt werden. Der 1. FC Magdeburg hat dies schon als damaliger Zweitligist für die 2.Liga abgelehnt und es wird vom Verein erwartet, dass dies auch für die 3. Liga geschieht. Die Gründe für diese kompromisslose Ablehnung sind allgemein bekannt, auf die erneute Aufzählung kann daher an dieser Stelle verzichtet werden.

Auch, gegenüber der jetzigen Praxis, veränderte Anstoßzeiten werden allgemein kritisch gesehen. Wenn Spiele so angesetzt werden, dass die außerhalb der Spielzeiten der 1. und 2. Bundesliga liegen, dann werden diese wohl zwangsläufig fanunfreundlich sein. 

Von den Fanvertretern wird daraufhin gewiesen, dass sich die Fernseheinnahmen für die Vereine der 3. Liga seit Einführung ohnehin nur geringfügig erhöht haben. Es ist also aus ihrer Sicht, selbst bei Einführung neuer Anstoßzeiten und Beibehaltung von Montagsspielen, nicht mit einer signifikanten Erhöhung der Einnahmen je Verein zu rechnen. Bei Einführung alternativer Anstoßzeiten ist dagegen durchaus damit zu rechnen, Stadionzuschauer zu verlieren.

Abgelehnt wird auch eine mögliche Einführung ‚neuer Spieltage‘, z.B. zu Weihnachten (Stichwort Boxing Day).

5. Vorbereitung Jubiläum 50 Gewinn des Europapokals

Fanvertreter und Verein besprachen den Stand der Dinge zu diesem Thema. Es wurde eine AG gebildet. Mitwirkende in dieser AG sind der FanRat (federführend), der Verein, Block U, das Fanprojekt und ein Spieler der 74er Mannschaft. Vorgesehen ist, nicht nur ein einzelnes großes Ereignis zum 8. Mai 2024 selbst durchzuführen, sondern über einen längeren Zeitraum Veranstaltungen anzubieten. Hierzu wird derzeit in der AG ein Konzept erstellt.

6. Vorbereitung Jubiläum 50 Jahre Erringung des ersten Meistertitels

2022 jährt sich die Erringung des 1. DDR-Meistertitels zum 50. Mal. Sowohl der Verein als auch Block U haben dieses Jubiläum ebenfalls im Blick. Das Jubiläum ist Thema im AK Tradition der AG Vereinskultur, Block U plant auch ‚etwas‘. Beide Seiten wollen sich hierzu direkt über die AG Vereinskultur abstimmen.

Block U bat den Verein um Unterstützung bei der Suche und Anschaffung bzw. Verwendung von Mediadateien. Der Verein sagte diese zu und wird entsprechende Einrichtungen (z.B. das Deutsche Rundfunkarchiv) zeitnah kontaktieren. 

7. Sonstiges

„Trikotwerbung auf dem Rücken“

Die Vertreter der Fanszene äußerten sich kritisch zu der Tatsache, dass mittlerweile Werbung auch auf dem Rücken der Trikots abgebildet und fragten, ob dies wirklich nötig ist. Der Verein meinte dazu, dass der geschlossene Werbevertrag so lukrativ ist, dass auf diese Einnahmen nicht verzichtet werden kann.

Die Fanvertreter regten daraufhin an, nicht alles mitzumachen, was erlaubt ist. Ein solches Alleinstellungsmerkmal hätte auch seinen Wert.

„Ausbau 'Käfig' (Platz 2 NLZ)“

Hierzu gibt es keinen neuen Sachstand. 

Weitere Punkte wurden nicht besprochen.