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Protokoll Fanausschuss 20.11.2013

Protokoll der Sitzung des Fanausschusses des 1.FC Magdeburg e.V.
am 20. November 2013 in der Geschäftsstelle, Rötgerstraße 9, Magdeburg

Anwesende:

Dirk Heidicke (FanRat, Vorsitzender)
Peter Fechner (Präsident)
Dr. Hagen Hoffmann (Präsidium)
Maik Schönefeld (Aufsichtsrat)
Stephan Lietzow (Geschäftsführer)
Matthias Kahl (Pressesprecher)
Ralf Dobberitz (Fanbeauftragter)

Ulrich Garz (FanRat)
Ronald Sattler (FanRat)
Matthias Schmielau (FanRat/Block U)
Christian Bott (Block U)
Matthias Nölle (Block U)
Robert Priesemann (Block U)
Gerald Altmann (Dachverband)
Jens Janeck (Fanprojekt/FanRat)
Stefan Roggenthin (Fanprojekt)

Tagesordnung:

1. Begrüßung 
2. Themenkomplex Stadionverbote
3. FCM-Stand auf dem Weihnachtsmarkt
4. Stadiongestaltung
5. Werbebanden / Zaunfahnen
6. 50 Jahre 1.FC Magdeburg
7. Stadion-Catering
8. Heinz-Krügel-Denkmal
9. Fancasino
10. Sonstiges
 
1. Begrüßung 

Der Vorsitzende Dirk Heidicke begrüßt alle Anwesenden. Auf eine Vorstellungsrunde wird verzichtet, da alle Anwesenden einander inzwischen kennen.

2. Themenkomplex Stadionverbote

Jens Janeck weist darauf hin, dass der FCM aktuell nicht nach den mit dem FanRat, dem Fanprojekt und Block U schriftlich vereinbarten und auch im Bereich des DFB und der DFL üblichen Verfahrensweisen bei Stadionverboten handelt. So wird in den Anschreiben zu Stadionverboten derzeit nicht darauf hingewiesen, dass der betroffene Fan ein persönliches Anhörungsrecht in Anspruch nehmen kann. Anhörungen, die im Moment erst durch die Vermittlung Dritter durchgeführt werden, seien nicht ergebnisoffen, sondern würden grundsätzlich mit dem Verweis auf laufende Ermittlungsverfahren allein nach Aktenlage der Polizei und ohne eigene Bewertung der Vereinsverantwortlichen behandelt, wodurch die Unschuldsvermutung vor Abschluss eines Gerichtsverfahrens außer Kraft gesetzt werde. Die Vertreter des Präsidiums und der Geschäftsstelle versichern, dass die mit dem ehemaligen Präsidium unter Präsident Volker Rehboldt getroffenen Vereinbarungen zur Verfahrensweise bei Stadionverboten weiterhin gültig sind und jedem Fan des 1. FC Magdeburg wieder schriftlich die Möglichkeit einer Anhörung bei Stadionverboten eröffnet werden wird. Auch die Verfahrensweise des Vereins bei Stadionverboten hat sich nicht geändert. In Bezug auf die Unabhängigkeit der Bewertung von Vorfällen von Ermittlungsverfahren behält es sich der Verein vor, auch vor Abschluss eines Gerichtsverfahrens Stadionverbote auszusprechen, sichert aber zu, jeden Fall einzeln zu prüfen, ergebnisoffen zu behandeln und alternative Maßnahmen wie Auflagen oder Bewährungen anzuwenden, wenn diese aus seiner Sicht angemessen sind. Matthias Kahl versichert, dass nach Vorkommnissen wie in Babelsberg Fans, die nicht mit aktuellen Ereignissen in Verbindung gebracht werden können, aber in der Vergangenheit auffällig waren, im Nachhinein nicht mit Stadion-verboten belegt werden. Im Fall von R.M., der bislang vergeblich schriftlich um eine persönliche Anhörung gebeten hat, versichert Matthias Kahl, dass der Bitte des Fans umgehend entsprochen wird.
Alle Vereinsvertreter erkennen an, dass Anhörungen bei Stadionverboten ein Mittel der Aufarbeitung von Vorkommnissen im Fußballzusammenhang darstellen. Anhörungen sind kein Ausdruck von Inkonsequenz, sondern stellen eine geeignete Präventivmaßnahme dar, da sie den persönlichen Kontakt zum Fan ermöglichen und dessen Selbstreflexion befördern.

3. FCM-Stand auf dem Weihnachtsmarkt

Der FanRat wird auch 2013 mit der Magdeburger Weihnachtsmarkt GmbH einen Vertrag über die Miete eines Marktstandes abschließen und diesen auf eigenes Risiko betreiben. Mit dem Merchandising-Partner „FCM total“ wird ein Vertrag über Provisionen geschlossen, der sich an den im Vorjahr ausgehandelten Zahlen orientieren wird. Der Verein begrüßt die solcherart gewährleistete Präsenz des FCM auf dem Weihnachtsmarkt und unterstützt den FanRat, indem er das sporadische Zugegensein von Spielern für Autogrammstunden organisiert.


4. Stadiongestaltung

Die Vertreter von Block U wollen die sogenannten „Mundlöcher“ im Block 3 farbig gestalten. Dazu muss ein Antrag bei der Stadt Magdeburg gestellt werden, den das Präsidium unterstützen wird. Außerdem schlägt Block U vor, den aus Sitzschalen gebildeten Schriftzug „MAGDEBURG“ gegenüber der Haupttribüne um „1.FC“ zu ergänzen, was nach eigenen Berechnungen durch eine reine Umgruppierung von Sitzschalen möglich wäre und keine zusätzlichen Kosten verursachen würde. Der Vorschlag wird wohlwollend geprüft. Auf Hinweis von Peter Fechner ist diese Vorgehensweise analog zu den bisherigen Veränderungen im Stadion durch den Block U. Es wird dem Verein eine Übersicht zugearbeitet.

5. Werbebanden / Zaunfahnen

Bei den vergangenen Heimspielen standen nach Auffassung von Block U die Werbebanden so nah an den Zaunfahnen, dass diese nicht mehr sichtbar waren. Stephan Lietzow erklärt dies mit der Installation der neuen LED-Werbebande. Eine Platzierung der übrigen Werbebanden an der einstigen Stelle scheint aus seiner Sicht dennoch kein Problem zu sein und soll bei den künftigen Heimspielen vorgenommen werden. Im Übrigen wurden alle beim letzten Fanausschuss getroffenen Vereinbarungen eingehalten und alle beschlossenen Maßnahmen umgesetzt. Was die Frage der Werbefreiheit der Nordkurve betrifft, wird die Vereinbarung, die das Vorgänger-Präsidium mit den Fanvertretern getroffen hat, grundsätzlich akzeptiert; nach einer internen Bewertung durch die Vereinsgremien wird unter Umständen ein modifizierter Vertragsentwurf vorgelegt, der der aktuellen Situation rund um die Stadionvermarktung durch die MVGM Rechnung trägt. 

6. 50 Jahre 1.FC Magdeburg

Der Verein hat eine Arbeitsgruppe gebildet, die zunächst ein Grobkonzept für das Jubiläum erarbeiten wird. Die Fanszene soll zu einem späteren Zeitpunkt bei der Umsetzung und Ausgestaltung der diversen Maßnahmen involviert werden. In der Arbeitsgruppe sitzen mit Maik Schönefeld (für Block U) und Ronald Sattler (für den FanRat) zwei Vertreter aus der Fanszene, die die diskutierten Ideen unter die Fans bringen sollen. Gerald Altmann beklagt das Fehlen eines Vertreters des Dachverbandes in der Arbeitsgruppe. Das Präsidium sichert dem Dachverband zu, die Aufnahme eines Vertreters des Dachverbandes zu prüfen und bittet um eine namentliche Benennung eines solchen Vertreters innerhalb von zwei Wochen nach der Fanausschusssitzung.  

7. Stadion-Catering

Der FanRat kritisiert noch einmal die ungewöhnlich hohen Getränkepreise im Stadion, insbesondere für nichtalkoholische Getränke, da dies den Stadionbesuch für Familien sehr teuer mache und daher kontraproduktiv für die Gewinnung neuer Zuschauer sei. Das Präsidium verweist darauf, dass es auf die Preisgestaltung des Caterers keinen Einfluss hat. Es wird aber noch einmal versuchen, das Problem mit dem Caterer zu erörtern. 

8. Heinz-Krügel-Denkmal

Der FanRat informiert darüber, dass inzwischen Aktien im Wert von ca. 20.000 verkauft worden seien. Die Fertigung der Skulptur liegt im Zeitplan, so dass der Einweihungstermin am 8. Mai 2014 vermutlich gehalten werden kann. Es wird verabredet, im Januar oder Februar ein Gespräch über die Ausgestaltung der Einweihungszeremonie zu führen.

9. Fancasino

Es gibt keinen neuen Sachstand, aber ein unvermindert hohes Interesse auf beiden Seiten. Im Übrigen informiert der Verein darüber, dass die Geschäftsstelle bis zum Beginn der Rückrunde zum Stadiongelände in die Nähe der Geschäftsstelle des FSA umziehen wird.    

10. Sonstiges

Der Dachverband kritisiert die Homepage des Vereins: sie sei unübersichtlich und mangelhaft verlinkt. Matthias Kahl weist dagegen auf die große positive Resonanz auf die neue Homepage hin. Der FanRat weist darauf hin, dass die Rubrik „Stadion“ auf der Vereins-Homepage mindestens durch eine Anfahrtsskizze und möglichst durch eine Foto-Serie zu Abriss und Neubau des Stadions kompensiert werden müsste. Matthias Kahl verspricht, sich dessen anzunehmen.
Der Präsident weist darauf hin, dass die jüngsten Vorkommnisse nicht nur zu einem Imageschaden des FCM und seiner Fanszene, sondern auch zu ernstzunehmenden finanziellen Belastungen des Vereins geführt hätten, die in Zukunft noch deutlich höher ausfallen könnten, wenn sich die Situation nicht verbessere. Er bittet die anwesenden Fanvertreter, ihren Einfluss diesbezüglich geltend zu machen.